Ableismus / Behindertenfeindlichkeit

Ableismus (englisch: to be able = fähig sein) beschreibt ein (strukturelles) Abwehr- und Ausschlussverhalten gegenüber Menschen, die behindert werden, bzw. gegenüber Menschen mit (zugeschriebener) Behinderung. Wie etwa, dass ihnen Fähigkeiten abgesprochen werden, die nichts mit ihrer Beeinträchtigung zu tun haben. Oft erleben Menschen mit Behinderung Diskriminierung indem ihre Eigenschaften und Bedürfnisse nicht mitgedacht, verwehrt oder versteckt werden, weil sie nicht den gesellschaftlichen Vorstellungen von „normalen“ körperlichen, seelischen und gesundheitlichen Merkmalen entsprechen. Das stabilisiert diese Vorstellungen nur noch mehr.
Eine Form von Ableismus ist Audismus (lateinisch: audire = hören): Die Diskriminierung von tauben/schwerhörigen/gehörlosen Menschen. Behindert werden taube Menschen nicht durch ihre Hörunfähigkeit sondern durch die fehlende Nutzung von Gebärdensprache in der allgemeinen Gesellschaft.

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